Colorado, Vereinigte Staaten
Verbraucherdatenschutzgesetz
Colorado Privacy Act: GPC, Daten Minderjähriger und was Ihre Website tun muss
Der Colorado Privacy Act gibt Einwohnern Colorados Rechte an ihren personenbezogenen Daten. Zwei Punkte heben ihn für Websites hervor: Erfasste Unternehmen, die Daten verkaufen oder für zielgerichtete Werbung nutzen, müssen anerkannte universelle Opt-out-Signale wie Global Privacy Control beachten, und für Minderjährige unter 18 Jahren gelten zusätzliche Schutzvorschriften, auch unterhalb der üblichen Schwellenwerte.
Auf einen Blick
- Für wen es gelten kann
- Organisationen, auch gemeinnützige, die in Colorado geschäftlich tätig sind oder sich an Colorado richten und jährlich personenbezogene Daten von 100.000 oder mehr Verbrauchern in Colorado verarbeiten, oder von 25.000 oder mehr, wenn sie Einnahmen oder Rabatte aus Datenverkäufen erzielen. Die Regeln zu Minderjährigen und biometrischen Daten gelten auch unterhalb dieser Schwellenwerte.
- Was es ist
- Ein Verbraucherdatenschutzgesetz eines Bundesstaats: der Colorado Privacy Act (C.R.S. § 6-1-1301 ff.), mit Regeln des Attorney General in 4 CCR 904-3.
- Anzubietende Auswahlmöglichkeiten
- Widerspruch gegen zielgerichtete Werbung, Verkauf und Profiling mit erheblichen Auswirkungen, auch über GPC. Einwilligung (Opt-in) für sensible Daten, für viele Nutzungen von Daten Minderjähriger und für unvereinbare neue Zwecke.
- Maßnahmen für die Website
- Wenden Sie GPC als Widerspruch gegen zielgerichtete Werbung und Verkauf an.
- Bieten Sie zusätzlich einen direkten Opt-out-Link außerhalb des Datenschutzhinweises an.
- Holen Sie eine Einwilligung ein, bevor Sie sensible Daten verarbeiten oder verkaufen, einschließlich genauer Standortdaten.
- Überprüfen Sie Funktionen, die Nutzer unter 18 Jahren verwenden könnten.
- Beantworten Sie Anfragen und Einsprüche jeweils innerhalb von 45 Tagen.
- Primärquellen
- Colorado Attorney General: Colorado Privacy Act; Liste der universellen Opt-out-Mechanismen; SB24-041 (Minderjährige); SB25-276 (genaue Standortdaten)
- Zuletzt geprüft
Gilt der CPA für Ihre Organisation?
Die allgemeinen Regeln erfassen Verantwortliche, die in Colorado geschäftlich tätig sind oder sich gezielt an seine Einwohner richten und die:
- Menge: in einem Kalenderjahr personenbezogene Daten von 100.000 oder mehr Verbrauchern in Colorado kontrollieren oder verarbeiten; oder
- Datenverkäufe: Einnahmen oder einen Rabatt aus dem Verkauf personenbezogener Daten erzielen und Daten von 25.000 oder mehr Verbrauchern kontrollieren oder verarbeiten.
Es gibt keinen Umsatzschwellenwert, und die Hinweise des Attorney General bestätigen, dass gemeinnützige Organisationen erfasst sind, anders als in Virginia und Utah. Ausnahmen gelten unter anderem für GLBA-Finanzinstitute, Fluggesellschaften, unter HIPAA fallende Daten und Beschäftigtendaten.
Die Regeln zu Minderjährigen und biometrischen Daten reichen weiter: Sie gelten auch für Verantwortliche unterhalb dieser Schwellenwerte, wie die Tabelle unten zeigt.
Was hat sich seit Inkrafttreten des Gesetzes geändert?
22. Oktober 2026: Der CPA gilt seit dem 1. Juli 2023. Diese späteren Änderungen sind für Websites am wichtigsten; wir haben sie an diesem Datum anhand der Gesetzestexte und der Hinweise des Attorney General geprüft.
| Änderung | Wer betroffen ist | Gilt ab |
|---|---|---|
| Anerkannte universelle Opt-out-Signale (GPC) müssen beachtet werden | Wer betroffen istErfasste Verantwortliche, die Daten verkaufen oder für zielgerichtete Werbung nutzen | Gilt ab1. Juli 2024 |
| Allgemeine Heilungsfrist von 60 Tagen endet | Wer betroffen istAlle erfassten Verantwortlichen | Gilt ab1. Januar 2025 |
| Genaue Standortdaten werden zu sensiblen Daten; der Verkauf sensibler Daten erfordert eine Einwilligung (SB25-276) | Wer betroffen istErfasste Verantwortliche | Gilt ab23. Mai 2025 |
| Regeln für biometrische Identifikatoren (HB24-1130) | Wer betroffen istJeder Verantwortliche, der biometrische Identifikatoren verarbeitet, unabhängig von der Datenmenge | Gilt ab1. Juli 2025 |
| Schutzvorschriften für Minderjährige unter 18 Jahren (SB24-041) | Wer betroffen istVerantwortliche, die wissen oder bewusst ignorieren, dass ein Nutzer minderjährig ist, unabhängig von der Datenmenge | Gilt ab1. Oktober 2025 |
| Hinweis und 60-tägige Heilungsfrist für die Regeln zu Minderjährigen laufen aus | Wer betroffen istVerantwortliche, die den Regeln zu Minderjährigen unterliegen | Gilt ab31. Dezember 2026 |
Wie müssen Sie mit GPC und anderen Opt-out-Signalen umgehen?
Wenn Sie personenbezogene Daten verkaufen oder für zielgerichtete Werbung nutzen, verlangt der CPA, dass Sie Widersprüche akzeptieren, die über einen anerkannten universellen Opt-out-Mechanismus gesendet werden. Die Liste des Attorney General nennt derzeit einen: Global Privacy Control (GPC).
Nach den CPA Rules ist GPC ein gültiger Widerspruch gegen zielgerichtete Werbung und Verkauf für diesen Browser oder dieses Gerät und, wenn Sie die Person kennen, für diesen Verbraucher. Er bleibt wirksam, bis die Person einwilligt; ein späterer Besuch ohne Signal ist keine Einwilligung, und Sie dürfen keine Anmeldung verlangen.
Direkte Widerspruchsmöglichkeiten bleiben wichtig: Zeigen Sie die Opt-out-Methode in Ihrem Datenschutzhinweis und an einer zugänglichen Stelle außerhalb davon, etwa als Link im Footer. Der Hinweis muss außerdem erklären, wie Sie Opt-out-Signale verarbeiten.
Passiro verarbeitet GPC in jedem Tarif und behandelt das Signal als Widerspruch; der GPC-Leitfaden erklärt, wie Sie testen, was Ihre Tags und serverseitigen Abläufe damit tun.
Was gilt für Nutzer unter 18 Jahren?
Seit dem 1. Oktober 2025 gilt SB24-041, wenn Sie einen Onlinedienst für jemanden anbieten, von dem Sie wissen oder bewusst ignorieren, dass er unter 18 ist. Sie müssen angemessene Sorgfalt walten lassen, um ein erhöhtes Schadensrisiko für Minderjährige zu vermeiden.
Ohne Einwilligung der minderjährigen Person oder, wenn sie unter 13 ist, eines Elternteils oder Vormunds dürfen Sie nicht:
- die Daten einer minderjährigen Person für zielgerichtete Werbung, Verkauf oder Profiling mit erheblichen Auswirkungen verarbeiten;
- sie über die bei der Erhebung offengelegten Zwecke hinaus nutzen oder länger als nötig speichern;
- Designfunktionen einsetzen, um die Nutzung durch eine minderjährige Person erheblich zu steigern, aufrechtzuerhalten oder zu verlängern;
- genaue Standortdaten erheben, es sei denn, dies ist für den Dienst notwendig, sie werden nur so lange wie nötig gespeichert und der minderjährigen Person wird die Erhebung durchgehend angezeigt.
Das Gesetz verlangt keine Altersverifikation. Wenn eine Funktion ein erhöhtes Schadensrisiko schafft, dokumentieren Sie eine Bewertung und einen Plan zur Verringerung des Risikos, und verwenden Sie keine Einwilligungsanfragen, die darauf angelegt sind, die Entscheidung einer minderjährigen Person zu unterlaufen.
Wann brauchen Sie sonst eine Einwilligung?
Sie brauchen eine Einwilligung, bevor Sie sensible Daten verarbeiten oder verkaufen: Daten, die die rassische oder ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen, einen Gesundheitszustand oder eine Diagnose, das Sexualleben oder die sexuelle Orientierung oder den Staatsbürgerschaftsstatus offenbaren; genetische, biometrische, biologische oder neuronale Daten, die zur Identifizierung einer Person verwendet werden; Daten eines bekannten Kindes; und genaue Standortdaten innerhalb von 1.850 Fuß (etwa 560 Meter).
Eine Einwilligung ist außerdem nötig für Sekundärnutzungen, die für die offengelegten Zwecke nicht angemessen notwendig oder mit ihnen nicht vereinbar sind, sowie für zielgerichtete Werbung oder Verkauf nach einem Widerspruch. Die Annahme allgemein gehaltener Bedingungen oder eine durch Dark Patterns herbeigeführte Einwilligung zählen nicht.
Die CPA Rules verlangen, die Einwilligung für sensible Daten nach 24 Monaten ohne Interaktion zu erneuern, es sei denn, der Verbraucher kann seine Entscheidungen jederzeit auf einer Einstellungsseite ändern. Für biometrische Identifikatoren sind zudem eine öffentliche Aufbewahrungsrichtlinie und vor der Erhebung ein Hinweis auf Zweck und Aufbewahrung erforderlich.
Wie funktionieren Anfragen und Einsprüche?
Verbraucher können widersprechen, Auskunft über ihre Daten verlangen, sie berichtigen und löschen lassen und bis zu zweimal pro Kalenderjahr eine übertragbare Kopie erhalten. Für ein reines Onlineunternehmen reicht laut Attorney General eine E-Mail-Adresse als Anfrageweg.
Antworten Sie innerhalb von 45 Tagen (um 45 verlängerbar). Wenn Sie ablehnen, nennen Sie den Grund und wie man Einspruch einlegt. Der Einspruch muss gut sichtbar und so einfach wie die Anfrage sein; beantworten Sie ihn innerhalb von 45 Tagen (um 60 verlängerbar) schriftlich und teilen Sie dem Verbraucher mit, dass er sich an den Attorney General wenden kann.
Website-Checkliste
- GPC an: Besuchen Sie die Website mit aktiviertem GPC und dann erneut ohne; Werbe- und Verkaufs-Tags sollten beide Male deaktiviert bleiben, ohne Anmeldung.
- Bekannte Kunden: Ein angemeldeter Kunde, der widersprochen hat, sollte im nächsten Zielgruppen- oder Kundenlisten-Upload fehlen.
- Direkter Widerspruch: Nutzen Sie den Opt-out-Link im Footer als Testnutzer; er sollte dieselben Aktivitäten stoppen wie GPC.
- Einwilligung: Testen Sie Formulare und Standortabfragen; sensible Daten, einschließlich genauer Standortdaten, sollten nicht fließen, bevor die Einwilligung erfasst ist.
- Minderjährige: Bei bekannten Nutzern unter 18 sollten Werbung, Verkauf und genaue Standortdaten ohne Einwilligung deaktiviert bleiben.
- Anfrage und Einspruch: Lehnen Sie eine Testanfrage ab und legen Sie Einspruch ein; die schriftliche Antwort sollte den Attorney General erwähnen.
FAQ
Dürfen wir GPC-Nutzern ein Banner zeigen, das sie um erneute Einwilligung bittet?
Nicht als Pop-up. Nach den CPA Rules ist eine Einwilligung, die nach einem Widerspruch über Pop-ups, Cookie-Walls oder andere Interstitials eingeholt wird, nicht gültig. Nutzen Sie einen Link zu einer Seite mit Datenschutzeinstellungen, etwa neben einer Meldung, die den Widerspruchsstatus anzeigt.
Widerspricht man mit GPC auch dem Profiling?
Nicht automatisch. Der universelle Opt-out in Colorado erfasst zielgerichtete Werbung und Verkauf. Widersprüche gegen Profiling und andere Rechte laufen über Ihre direkten Anfragewege.
Müssen wir prüfen, ob ein GPC-Nutzer in Colorado wohnt?
Nein. Sie dürfen den Wohnsitz prüfen, müssen es aber nicht, und Sie dürfen dafür nicht mehr Daten erheben als unbedingt nötig. Das Signal ohne Wohnsitzprüfung anzuwenden ist meist die einfachere Lösung.
Dürfen wir Besuchern mitteilen, dass wir ihr Signal beachtet haben?
Ja. Die Regeln erlauben eine gut sichtbare Meldung wie „Opt-out-Präferenzsignal berücksichtigt“, verlangen sie aber nicht.
Können Verbraucher nach dem CPA klagen?
Nein. Nur der Attorney General und die Bezirksstaatsanwälte (District Attorneys) können es durchsetzen.