Google Ads & Analytics
Funktion der Google-Plattform
Google Consent Mode v2: Anforderungen für Ihre Website
Google Consent Mode ist eine Google-Funktion, die die Einwilligungsentscheidungen von Besuchern an Google-Tags übermittelt, damit diese anpassen können, wie sie Daten speichern und senden. Er ist kein Gesetz, aber Google verlangt Einwilligungssignale für bestimmte Werbe- und Messzwecke bei Besuchern im EWR.
Auf einen Blick
- Für wen es gelten kann
- Websites, die Google Ads, Google Analytics oder Floodlight bei Besuchern im EWR einsetzen. Googles Einwilligungsrichtlinie umfasst auch das Vereinigte Königreich und die Schweiz.
- Was es ist
- Eine Funktion von Google-Tags samt zugehöriger Anforderungen der Google-Plattform, kein Gesetz.
- Anzubietende Auswahlmöglichkeiten
- Vier Signale, die anhand der Auswahl des Besuchers gesetzt werden: Werbespeicherung, Analysespeicherung, Nutzerdaten für Werbung und Personalisierung von Werbung.
- Maßnahmen für die Website
- Standardwerte setzen, bevor Google-Tags Messdaten senden.
- Jeden Banner-Zweck den passenden Signalen zuordnen.
- Ein Update senden, sobald der Besucher eine Auswahl trifft oder ändert.
- Standardwerte, Updates und ausgelöste Tags in Tag Assistant prüfen.
- Festhalten, ob Sie Basic oder Advanced nutzen, und nach Änderungen erneut testen.
- Primärquellen
- Googles Übersicht zum Consent Mode, Google Ads: Consent Mode für Traffic aus dem EWR und Google Analytics: Consent Mode
- Zuletzt geprüft
Welche Google-Nutzungen erfordern Einwilligungssignale?
Nach Googles Anforderungen für Traffic aus dem EWR müssen Werbetreibende die Einwilligung von Besuchern aus dem EWR einholen und Einwilligungssignale über den Consent Mode oder das IAB TCF an Google übermitteln, um Funktionen für Messung, personalisierte Werbung und Remarketing weiterhin nutzen zu können. Das umfasst:
- Google Ads: Conversion-Tracking, Remarketing und andere Zielgruppenfunktionen.
- Google Analytics 4: Messung sowie GA4-Daten, die in Google Ads, Search Ads 360 oder Display & Video 360 verwendet werden.
- Floodlight und Conversion Linker: Google-Tags mit integrierten Einwilligungsprüfungen.
Für Traffic aus dem Vereinigten Königreich und der Schweiz erwartet Google laut seiner Hilfeseite zur Richtlinie derzeit keine verifizierten Einwilligungssignale von Werbetreibenden, die Einwilligungsanforderungen der Richtlinie gelten dort jedoch weiterhin.
Google knüpft diese Anforderungen an seine EU User Consent Policy; unser Leitfaden zur Richtlinie behandelt Informationspflichten, Einwilligungsnachweise und Audits. Der Consent Mode holt keine Einwilligung ein und deckt Ihre Pflichten nach der DSGVO und den Cookie-Regeln nicht ab.
Für Werbetreibende und Publisher gelten unterschiedliche Anforderungen
Werbetreibende übermitteln die Entscheidungen ihrer Besucher über den Consent Mode oder das TCF. Google verlangt von ihnen nicht, eine CMP aus seinem CMP Partner Program zu verwenden.
Publisher, die AdSense, Ad Manager oder AdMob für personalisierte Werbung im EWR, im Vereinigten Königreich oder in der Schweiz nutzen, benötigen nach Googles Regeln eine von Google zertifizierte CMP, die in das IAB TCF integriert ist. Der Consent Mode allein erfüllt diese Anforderung nicht.
Unterstützung für den Consent Mode ist keine CMP-Zertifizierung durch Google, und eine Zertifizierung garantiert nicht die Einhaltung des Datenschutzrechts.
So funktionieren die vier Signale
Googles Übersicht zum Consent Mode definiert vier Signale für Werbung und Analyse:
- ad_storage: Speicherung wie Cookies oder Gerätekennungen für Werbezwecke.
- analytics_storage: Speicherung für Analysezwecke, zum Beispiel die Besuchsdauer.
- ad_user_data: ob Nutzerdaten für Online-Werbung an Google gesendet werden dürfen.
- ad_personalization: ob Daten für personalisierte Werbung wie Remarketing verwendet werden dürfen.
Mit dem Consent Mode v2 kamen ad_user_data und ad_personalization hinzu. Ordnen Sie jeden Zweck in Ihrem Banner den passenden Signalen zu: Ein Besucher, der nur Analyse akzeptiert, sollte nicht so markiert werden, als habe er in personalisierte Werbung eingewilligt.
Standardwerte und Updates: wann Signale gesendet werden
Jede Seite benötigt einen Standard-Einwilligungsstatus, bevor Google-Tags Messdaten senden. Laut Googles Implementierungsleitfaden muss der default-Befehl vor Befehlen wie config oder event stehen, sonst funktionieren die Standardwerte nicht.
Legen Sie Standardwerte pro Region fest, wo sich Ihre Regeln unterscheiden, mit einem Fallback für andere Besucher. Wo eine Einwilligung erforderlich ist, setzen Sie den Standardwert auf „abgelehnt“: Bei Advanced-Implementierungen erwartet Googles Audit-Leitfaden, dass ad_storage im EWR und im Vereinigten Königreich standardmäßig auf denied steht.
Wenn der Besucher akzeptiert, ablehnt oder eine Auswahl ändert, senden Sie das Update auf dieser Seite, bevor er weitergeht. Folgeseiten und wiederholte Besuche sollten mit der gespeicherten Auswahl beginnen.
Basic und Advanced in Kürze
Basic blockiert Google-Tags bis zur Einwilligung, sodass ein Besucher, der ablehnt, darüber nichts sendet, nicht einmal den Einwilligungsstatus. Advanced lädt Tags mit abgelehnten Standardwerten und kann cookielose Pings senden, solange die Einwilligung verweigert ist.
Cookielos heißt nicht anonym: Prüfen Sie, was Advanced sendet, bevor Sie sich dafür entscheiden. Basic oder Advanced Consent Mode? vergleicht beide im Detail.
Was sich bei Messung und Modellierung ändert
Wenn die Einwilligung verweigert wird, kann Google einen Teil der fehlenden Daten modellieren, sofern Ihr Traffic die Schwellenwerte erfüllt. Die Conversion-Modellierung in Google Ads und die verhaltensbasierte Modellierung in GA4 haben getrennte Voraussetzungen, und die verhaltensbasierte Modellierung in GA4 erfordert Advanced.
Modellierte Zahlen sind Schätzungen, keine Aufzeichnungen einzelner Besucher, und sie stellen nicht jede nicht gemessene Conversion wieder her.
Welche Auswirkungen das auf Kampagnen und Zielgruppen hat, lesen Sie in unserer Übersicht zum Consent Mode für Marketer. Wenn die Conversions nach einer Banner-Änderung sinken, nutzen Sie unseren Leitfaden zur Fehlerbehebung.
So prüfen Sie Ihre Einrichtung
Testen Sie vor dem Livegang und nach Änderungen an Tags, Banner oder Domains, und verwenden Sie für Erstbesuche eine neue Browsersitzung. Googles Leitfaden zur Überprüfung beschreibt die Schritte in Tag Assistant.
- Standardwerte: Das früheste Consent-Ereignis in Tag Assistant zeigt den beabsichtigten Standardwert für alle vier Signale.
- Updates: Nach dem Akzeptieren, dem Ablehnen und einer individuellen Auswahl entspricht das letzte Consent-Ereignis jeweils der Auswahl.
- Tags: Der Tab „Tags“ zeigt, welche Tags ausgelöst oder blockiert wurden; Werbe-Cookies erscheinen erst nach der Einwilligung.
- Netzwerkanfragen: Vergleichen Sie in den Entwicklertools Ihres Browsers die Anfragen an Google vor und nach der Auswahl. Bei Advanced sind cookielose Pings vor der Einwilligung zu erwarten.
- Regionen und Abläufe: Wiederholen Sie dies für jeden regionalen Standardwert, einschließlich Checkout oder Lead-Formularen, anderer Domains und eines wiederholten Besuchs.
- Widerruf: Eine Änderung der Auswahl über den Link zu den Cookie-Einstellungen sendet ein neues Update.
Halten Sie Datum, Einrichtung und Ergebnis jedes Tests fest. Google Ads zeigt den Consent-Mode-Status außerdem in der Conversion-Diagnose an. Im Support-Center von Passiro erfahren Sie, wie Sie Google Consent Mode konfigurieren und mit Tag Assistant überprüfen.
FAQ
Steuert der Consent Mode jedes Tag auf unserer Website?
Nein. Er passt Google-Tags mit integrierten Einwilligungsprüfungen an und andere Tags nur, wenn Sie in Tag Manager Einwilligungsprüfungen hinzufügen. Andere Tools benötigen eigene Einwilligungssteuerungen, etwa Skriptblockierung.
Können wir das TCF statt des Consent Mode verwenden?
Für Werbetreibende akzeptiert Google Einwilligungssignale aus dem EWR auf beiden Wegen. Ein Unterschied: Bei einer reinen TCF-Einrichtung kann GA4 keine Daten für Besucher modellieren, die die Einwilligung verweigern.
Brauchen wir Google Tag Manager?
Nein. Der Consent Mode lässt sich mit Einwilligungsbefehlen von gtag.js oder über Tag Manager einrichten, solange die Standardwerte ausgeführt werden, bevor Ihre Google-Tags Daten senden.
Was ist mit functionality_storage und den anderen Einwilligungstypen?
Google definiert außerdem functionality_storage, personalization_storage und security_storage. Setzen Sie diese, wenn Ihre Tags solche Speicher nutzen; Googles Update für den EWR betrifft die vier oben genannten Signale.
Wann sehen wir die Auswirkungen in Google Ads?
Laut Google können Ergebnisse zu den Auswirkungen des Consent Mode nach mindestens 7 vollen Tagen erscheinen, sobald die Mindestschwellen für Daten erreicht sind. Für die Modellierung gelten eigene Voraussetzungen.